Werbeanalyse

Warum wir es gerne einfach haben

Nachdem wir uns mit den einzelnen Spotebenen, dem Klientel, dem Produkt und der Einordnung in das Kloepfer / Landbeck- System befasst haben, ist ersichtlich, dass die Technik von ihrem „Sockel“ geholt und verständlich gemacht werden soll. Das entspricht ganz dem Leitfaden der Werbemacher Springer & Jacoby. Eine der erfolgreichsten Werbeagenturen Deutschlands hat sich vorgenommen uns das Leben zu erleichtern (siehe unteres Zitat). Der Spot ist an sich simpel aufgebaut und leicht lesbar, jedenfalls für westliche Kulturkreise, in denen das „Auto-Spielen“ oft als kindliche Verhaltensweise vertraut ist.
Durch die einfache Darstellung des Neuen wird eine einfache Handhabung des Produktes impliziert, die eine „natürliche Scheu“ vor Neuerungen nehmen soll. Hier zeigt sich ein Grundprinzip der Werbung. Das neue Produkt vereinfacht einen bestimmten Bereich des Alltags und damit das Leben selbst.
Die humoristische Darstellung des Geschehens ermöglicht es, die eigentliche Werbebotschaft auf einfache Weise zum Rezipienten zu transportieren, sozusagen auf spielerische Weise ein Verständnis für die neue Technik zu wecken.

Hier muss vor allem das extrem rot anlaufende Gesicht des Kindes vor den grauen Haustüren angeführt werden, welches der zentrale Schock- und Lachmoment des Spots ist. Bei der Analyse wird klar, dass hier zwar auf altbekannte werbetechnische Mittel gesetzt wurde, aber dass sie in dieser Form bis jetzt noch nicht in Erscheinung getreten sind. Somit lässt sich abschließend sagen, dass es sich hierbei um einen gelungenen Werbespot handelt, bei dem sich die Werbemacher ganz nach dem Motto der Einfachheit ein herrliches Prinzip ausgedacht haben. Ein Prinzip, das immer wieder funktioniert und mit wenigen Stilmitteln begeistern kann.

 
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