Spezialliteratur zum Baurecht
Da die Bauwirtschaft andererseits in Deutschland über eine äußerst geringe Kapitalausstattung verfügt, geht jede Störung des Zahlungseingangs schnell an die Substanz der Betriebe. Deshalb ist die Toleranzschwelle dort meist relativ gering, wenn Störungen im Zahlungseingang auftreten.
Hinzu kommt, dass Bauen fast immer die Realisierung eines Unikats bedeutet, fast kein Bauwerk ist mit einem schon früher realisierten identisch. Deshalb ist es naheliegend, dass Bauleistungen relativ fehleranfällig und damit streitanfällig sind.
Vor allem ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Durchführung von Bauleistungen in einem äußerst komplizierten rechtlichen Umfeld stattfindet. Da es im deutschen Recht bis heute kein eigenes Baugesetzbuch, also kein eigenes privates Baurecht gibt, greift die Praxis bei der Gestaltung von Bauverträgen meist auf die VOB zurück, ändert diese jedoch meistens wieder durch eine Fülle ergänzender oder abweichender Klauseln ab, wodurch ein oft kaum noch überschaubares Regelungsgewirr entsteht.
Außerdem hat es sich der VOB-Verlag zum besonderen Anliegen gemacht, preiswerte Bücher, CDs und Infoblätter anzubieten. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der Verlag besonders für Großabnehmer wie Verbände, Innungen und sonstige Multiplikatoren günstige Staffelpreise bei Abnahme größerer Stückzahlen anbietet.
E. Frikell