Mit dem Mond im Rhythmus – Dichteres Haar durch Vollmond-Haarschnitte ?

Der Vollmond. Erstaunliche Wirkungen werden ihm zugeschrieben. Menschen und Tiere, Weltmeere und deren Bewohner beeinflusst er gleichermaßen. Licht und Anziehungskraft spiegeln sich unumstritten wider in unserem Verhalten, unserer Gesundheit und nicht zuletzt in unserem Aussehen. Worauf viele Prominente schon seit einigen Jahren schwören, setzt sich nun immer mehr auch in unseren Breitengraden durch. Das Wunder: „Mond-Haarschnitt“.

Mondscheinfriseure sind zurzeit der letzte Schrei. Konnte man ihre „Studios“ vor nicht allzu langer Zeit noch an einer Hand abzählen, so setzen heutzutage immer mehr Profis unter den Friseurmeistern auf das wiederkehrende nächtliche Ereignis - und erfreuen sich größter Beliebtheit. Aus diesem Grund finden in immer mehr ausgewählten Frisierstuben, jeden Monat wieder, im Mondschein die Haarschnitte der besonderen Art statt. Fülliges, gesundes und glänzendes Haar versprechen sich die Kunden. Versteht sich von selbst: Frauen u n d Männer schwärmen aus, um sich des Nächtens ihr Haupt verschönern zu lassen.
Zur Gemütlichkeit in den Frisierstuben sollen noch Wein, Sekt und Bier beitragen. Wer da nicht dem Mond frohlockt, ist nicht mehr zu verstehen.

Wichtig: Haare die an „Löwe“- oder „Jungfrau“-Tagen – also wenn der Mond in diesen Tierkreiszeichen verweilt, meist 2-3 Tage, alle 4 Wochen geschnitten werden, wachsen besonders schön und üppig nach. Dauerwellen, Fönwellen und Färbungen finden idealerweise an einem „Jungfrau“-Tag statt, weil das Ergebnis dann angeblich besonders lockig ausfällt, die Farbe an Leuchtkraft gewinnt und man sich in beiden Fällen über längere Haltbarkeit erfreuen darf.
„Zudem“, so die Meinung der Mondscheinfriseure, „soll das Haar bei abnehmendem Mond geschnitten langsamer, dafür aber kräftiger nachwachsen, bei zunehmendem Mond dagegen schneller aber dünner.“
Allerdings: Wissenschaftliche Beweise für Vollmond-Einflüsse gibt es nicht.

Einen Versuch ist es bestimmt wert, übt der Mond auf Frauen und deren Zyklus schon einen nicht unbeträchtlichen Einfluss aus, warum dann nicht auch auf unseren Haarwuchs und dessen Dichte und Vitalität? Bringt er Wölfe zum Heulen, Gezeiten zum Wechseln - warum dann nicht auch besseren Glanz in die neue Haarfarbe?
„Durch häufiges Haareschneiden an „günstigen“ Tagen“, sind sich Betroffen einige, „ist –auch ohne wissenschaftliche Erklärung - ein Erfolg zu verbuchen.“

Auch die negativen Auswirkungen eines „Fisch“- oder „Skorpion“-Tages wurden beobachtet. Wer zu Schuppen neigt, sollte solche Tage für seinen Haarschnitt möglichst meiden. Um lästige Körperbehaarung zu entfernen, sollte man den „Löwe“-Tag nicht nutzen, da schnelleres beziehungsweise dichteres Nachwachsen möglich ist.
Unsinnig allerdings ist die „Volksweisheit“, dass häufiges Haare schneiden sowie tägliches rasieren unerwünschte Härchen schneller und dichter sprießen lässt.
Wer Genaueres wissen will über den Mond und was er wann bewirkt, informiert sich am einfachsten in einem Mondkalender, der in sortierten Buchhandlungen erhältlich ist.

Wer seinem Haar Gutes tun will und Freude daran hat, richte sich nach dem Mond. Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Regelmäßiges Spitzen schneiden gibt dem Haar neue Kraft und sind die abgebrochenen Spitzen frisch geschnitten, wirkt das Haar im Ganzen schön und gesund und kann sich sehen lassen.

Bleibt unter dem Strich festzuhalten: Wer Beweise für oder gegen Vollmondeinwirkungen sucht, wird zumindest von der wissenschaftlichen Seite derzeit keine finden.

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