Kleidergrösse Null: Der Abnehm-Wahn
Das war nicht immer so: Je knapper Lebensmittel waren, desto üppiger war die Traumfigur in jener Zeit. Die ideale Frau hatte bei Rubens Proportionen, die aus heutiger Sicht bestenfalls für das “Vorher”-Foto in einer Werbung für ein Schlankheitsmittel oder ein Diätbuch verwendet würden. Bei vollen Kühlschränken und unerschöpflichen Fast-Food-Buden an allen Straßenecken geht’s aber um die schlanke Linie.
Die Mittel spotten oft jeder Vernunft und kratzen an der Grenze zur Gesundheitsgefährdung. Die Medien tragen massiv dazu bei: Blasse Models mit knochige Schultern in den Modezeitschriften, Diät-Sendungen im Fernsehen, Role Models, die in den Jeans ihrer minderjährigen Söhne genauso auftreten könnte wie in den winzigen Hosen, die sie in den angesagten Boutiquen Hollywoods für sich selbst kaufen.
Nicht weniger im Kommen ist aber auch das andere Extrem. Fettleibigkeit bis zur Unbeweglichkeit, Fresssucht und Übergewicht, das die Knochen an die Grenzen der Belastbarkeit führt.
Zeit, sich etwas zu entspannen und den von den Medien hervorgerufenen Abnehm-Stress nicht mehr ganz so wichtig zu nehmen – solange der Body Mass Index zwischen 20 und 25 liegt, ist alles im grünen Bereich.