IP Schutznormen in Bezug auf Leuchten
Für empfindliche Systeme, die in Industrieumgebungen eingesetzt werden, sind Schutzklassen und Normen definiert. Diese geben an, welchen Belastungen der Umwelt in Hinsicht auf Berührungen, Feuchtigkeits- und Fremdkörperschutz ein solches System ausgesetzt werden kann, ohne dadurch Schaden zu nehmen. Definiert werden diese Schutzklassen in der IP- Norm.
Ein IP- Code besteht normalerweise aus einer zweistelligen Ziffernkombination, die jeweils den Schutzgrad angibt (zum Beispiel IP65). Die Erste Zahl zeigt die Schutzklasse für Fremdkörper- und Berührungsschutz, die zweite Zahl gibt den Feuchtigkeitsschutz an. Beim Fremdkörper- und Berührungsschutz gilt eine Skala von 0 bis 6, wobei die 0 gar nicht geschützt und die 6 Staubdicht (bei einem Unterdruck von 20mbar im Gehäuse) bedeutet. Beim Wasser- und Feuchtigkeitsschutz beläuft sich die Skala von 0 bis 8, wobei 0 ebenfalls keinen Schutz bedeutet und bei 8 ist das Gerät gegen die Wirkung bei dauerndem Untertauchen in Wasser geschützt.
Grundsätzlich wird empfohlen, bei der Verwendung industriell genutzter Systeme, auf die Schutzklasse zu achten. Dies gilt auch für Leuchten und Leuchten- Systeme.
Zur Schutzklasse 1 zählen die Leuchten, die an den netzseitigen Schutzleiter angeschlossen werden. Der zweiten Schutzklasse werden die Leuchten zugeordnet, die zusätzlich oder verstärkt isoliert sind keinen Schutzleiteranschluss haben. In die Schutzklasse 3 schließlich werden die Leuchten für den Betrieb mit Schutzkleinspannung (Spannungen unter 50 Volt) zugeordnet. Auch wenn Fehler bei Leuchten auftreten, darf es durch diese Schutzklassen nicht zu einem Sicherheitsrisiko kommen.